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Angst- und Panikstörungen

Grundsätzlich ist das Gefühl der Angst eine natürliche und angeborene Reaktion des Menschen. Die Angst ist sozusagen ein Schutzmechanismus, der uns von der Natur mitgegeben wurde um unser Überleben zu sichern. Sie versetzt uns in Alarmbereitschaft, wichtige körperliche Funktionen werden für den „Kampf oder Flucht-Modus“ vorbereitet. So wird z.B. die Atmung beschleunigt, der Puls steigt an, wir fangen an zu schwitzen, etc. Heutzutage ist jedoch die reale Bedrohung, bei der wir flüchten oder kämpfen müssen in den Hintergrund getreten. Unser Körper reagiert aber bei Angst und Panik, auch wenn keine lebensbedrohliche Situation vorliegt, mit genau denselben Symptomen. Diese sind für die Betroffenen oft sehr belastend und beeinträchtigen teilweise oder ganz den Alltag. Laut ICD-10 („International Classification of Diseases“) gibt es unterschiedliche Angststörungen:

 

  • Agoraphobie (Meiden öffentlicher Plätze, Menschenmengen, alleine zu reisen oder an Orte in größerer Entfernung).
  • Soziale Phobie (Angst im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu stehen und von anderen kritisch beurteilt zu werden).
  • Spezifische Phobien (Anhaltende Angst vor bestimmten Situationen, Dinge oder Lebewesen).
  • Panikstörungen (hierbei kommt es zu wiederkehrenden, schweren Angstattacken, welche plötzlich beginnen und mit starken körperlichen Reaktionen einhergehen).
  • Generalisierte Angststörung (es besteht ein ständig erhöhtes Angstniveau und ist nicht hochakut wie bei einer Panikstörung. Anspannung, Nervosität, Befürchtungen und Sich-Sorgen stehen über einen längeren Zeitraum im Mittelpunkt der Störung).